Dieses bei kleinen Kindern sehr beliebte Spielzeug lässt sich aus einer runden Blechbüchse von 6 cm Durchmesser und 7 cm Höhe samt Deckel, sechs Metallzungen einer alten, unbrauchbaren Mundharmonika, einer Hartholzwalze von 1 cm Durchmesser und 6 cm Länge, einigen dünnen Drahtstiften von etwa 1,5 cm Länge und einem verzinnten Eisendrahtstück von 5 cm Länge und 1,5 mm Stärke leicht herstellen.
Die gereinigte und getrocknete Blechbüchse ist an ihrer Mantelfläche, knapp unterhalb des aufgesetzten Deckels, mit acht Schallöchern, kreisrunden Öffnungen von 0,5 cm Durchmesser, zu versehen. Diese Schallöcher können in geringerer Anzahl (etwa nur vier) statt im Büchsenmantel auch im Büchsendeckel angebracht werden.
An der inneren Bodenfläche der Büchse ist ein in seiner Mitte durchlochtes, 0,3 cm dickes Metallplättchen zentrisch als Lager der unteren Spielwalzenachse und an beliebiger Stelle der inneren Büchsenmantefläche die aus den noch brauchbaren Metallzungen der zerlegten Mundharmonika zusammengestellte Stimmenplatte mit ihrer Rückenkante so anzulöten, dass die Metallzungen(Stimmen-)spitzen radial (nach der Büchsenmitte) freistehen.
Die Anbringung der Metallzungen an ein entsprechend vorgerichtetes, etwa 1 mm starkes Blechstück kann nach Abb. a oder b (Abbildung oben) durch kleine Nieten oder durch Anlöten erfolgen. In Abb.a stehen die freie Zungenenden auf gleicher Höhe, was für die Anordnung der gleich langen Spielwalzenstifte von Vorteil ist. Abb. b zeigt dagegen die Befestigungsstellen der Zungen auf gleicher Linie, die Zungenenden jedoch ungleich abstehend; es müssen daher in diesem Falle die Walzenstifte von verschiedener Länge sein. Zu beachten ist ferner, dass die längeren Metallzungen tiefere Töne geben und die Befestigungspunkte den angedeuteten Schwingungslängen entsprechen sollen (Abb. a).
Der Büchsendeckel erhält außer den eventuellen Schalllöchern in seiner Mitte ein Bohrloch von etwa 2 mm Weite. Aus der Holzwelle, einem kopflosen Drahtstift und dem verzinnten Eisendraht wird die Spieldosenwalze mit der kleinen Kurbel und dem kurzen unteren Achsenstück angefertigt. Diese Walze erhält dann noch, wie aus Abb. ganz oben ersichtlich, eine Anzahl dünner, kopfloser Drahtstifte, die je nach dem Abstand zwischen den Metallzungenspitzen und dem Walzenmantel in der Höhe der Zungen so weit radial einzuschlagen sind, dass ihre Spitzen bei Umdrehung der Walte die für die Melodie gewählten Metallzungen nacheinander streifen, dadurch einzeln in Schwingung versetzen und Töne bringen.
Für die Melodie wählt man am besten eine einfache Tonfolge. Zum Schluss ist das obere Achsenstück mit der Kurbel durch die Deckelöffnung in der Spieldosenwalze festsitzend anzubringen. Dazu muss das in die Spieldosenwalze gelangende Drahtende vierkantig zugefeilt und der Deckel an zwei bis vier Stellen an den Büchsenmantel leicht angelötet werden, um zur leichteren Behebung von Spielstörungen die Dose wieder öffnen zu können.
Durch Vermehrung und entsprechende Anordnung (Gruppierungen) der Walzenstifte auf der gleichen Langlinie des Walzenmantels können auch zwei oder mehrere Töne als Akkorde gleichzeitig angeschlagen werden. Hat man einige Geschicklichkeit bei drei bis vier übereinander angebrachten Oktaven von Metallzungen auch kurze ein- oder zweistimmige Lieder wiedergeben.
Beigefügt sei endlich noch, dass sich dieses musikalische Spielzeug auch aus einer starken Pappebüchse anfertigen lässt. In diesem Falle muss das untere Achsenlager der Spieldosenwalze sowie die Unterlage der Metallzungen aus Laubsägeholz bestehen.
